Rob testet den Vazee Prism


Words by Thomas Mayr | Blog, Lifestyle, Rob testet

VAZEE PRISM meets Fire Salamander.

Es war ein langer Arbeitstag! Schon am Heimweg war mir klar dass die Stirnlampe heute zum Einsatz kommt. Richtig Lust hatte ich ja keine mehr aber der Gedanke, heute den neuen New Balance Vazee Prism durch den Wienerwald treiben zu können gefiel mir! Ich war neugierig wie sich das neue Aushängeschild der Vazee Laufschuh-Reihe an meinem Fuß anfühlen würde.

NB Vazee

Ein mediales Stützelement soll für besonders hohe Stabilität sorgen und die reaktionsfähige REVlite-Dämpfung soll das Ihrige zu einem in der Kategorie niedrigen Gesamtgewicht beitragen. Er bietet sich demnach für Läufer mit flachen Füßen an und verhindert Überpronation. Die Sprengung von 8mm kommt ebenfalls „Flachfüßlern“ zu Gute, die in der Regel einen größeren Höhenunterschied von der Ferse zum Vorfuß bevorzugen. Nachdem dem Vazee Prism das Attribut der Lichtgeschwindigkeit seitens des Herstellers zugesprochen wird, war klar: Heute lass ich’s auch ein bisserl krachen – ordentliche Pace und Anstrengung werden notwendig sein um den Schuh in seinem Element zu überprüfen. Am Ende der Trainingseinheit wird Strava eine Durchschnittspace von 4:37 anzeigen, wobei 200 Höhenmeter auf 15 Kilometer im Westen Wiens bezwungen wurden – für meine Verhältnisse recht ordentlich.

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Nachdem die Optik ein integraler Bestandteil eines Laufschuhes zu sein hat – schöne, neue Laufschuhe sind einfach etwas herrliches – wurde der Prism auch nach diesem Aspekt noch einmal unter die Lupe genommen. Schnell sieht er aus – knalliges Orange (welches sich 1:1 auch teilweise in der Bekleidungslinie von New Balance für 2016 widerspiegelt) – ziemlich schlank, wenig Schnickschnack: eigentlich trifft er ziemlich gut mein Beuteschema.

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Mit dem Vazee Prism erweitert New Balance seine Produktpalette und führt einen Schuh im Segment der Performance Stability Laufschuhe ein. Er lässt sich dadurch mit Modellen wie dem ASICS DS Trainer oder dem SAUCONY Mirage vergleichen. Mit elegantem Look und der reaktionsfähigen REVlite-Dämpfung, welche die Rückmeldung verbessert, wird die leichte Unterstützung des Vazee Prism jedenfalls nicht zur Bremse.

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So weit so gut in der Theorie ….. Ich nehme meine MP3-Kopfhörer, setze die Stirnlampe auf und nachdem ich die Schuhbänder, die die gleiche Farbe wie das Obermaterial haben, gebunden habe bin dann mal dahin. Beim Einlaufen habe ich im Gedanken an die Marke New Balance sofort die Bilder von Sebastian Kienle beim Überschreiten der Finishline des Ironman Hawaii 2014 vor Augen – Sebi kürte sich in New Balance zum Weltmeister. Aber auch die damalige Weltmeisterin Mirinda Carfrae lief ihren Marathon in der brütenden Hitze Hawaiis in 2:40:26 in den Schuhen von New Balance. Keine schlechte Ansage, wie ich meine!

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So ziehe ich mal in Richtung Mauer des Lainzer Tiergarten. Mir fällt sofort die unerwartet harte und direkte Sohle auf. Ich mag es auf diese Art und Weise – wenn es nicht zu schwammig ist. Ein sauberes Mittelfußlaufen kann der Vazee Prism sehr gut unterstützen. Den ersten Kilometer gehe ich gemächlich an, dann kommt aber schon der Anstieg zur Mühlbergstraße am Stadtrand Wiens. Ich konzentriere mich auf den Schuh denn immerhin soll ich ja auch etwas dazu niederschreiben: Weiter Zehenbereich (Toebox), luftig-lockerer Sitz im Mittelbereich, aber auch lockerer Fersensitz fallen mir auf. Immer wieder achte ich auch auf eine möglichst saubere Technik beim Bergauflauf – stark in der Hüfte, sauberer Kniehub, möglichst weiter Schritt. Der Vazee Prism hilft mir mit einer direkten Rückmeldung dabei und schon nach ein paar Kilometern wird klar, dass mit diesem Schuh gute Zeiten zu erreichen sind. Das Material wird mir in diesem Fall jedenfalls keine Ausrede bieten.

„… let it rock, let it go – you can’t stop a fire burning out of control …“

(Titel: „Let It Rock“, Interpret: Bon Jovi, Album: Slippery When Wet, 1987)

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Am Höchsten Punkt in der Baunzen bei Purkersdorf angekommen wechsle ich die Musik als ich aus dem Waldstück wieder in die Zivilisation eintrete. Heute habe ich einen alten Klassiker auf Lager und zu Bon Jovis alten Hadern aus den 80ern sammle ich noch einmal Energie und Motivation für den nächsten Anstieg der Westautobahn entlang. „… let it rock, let it go – you can’t stop a fire burning out of control …“. Lange habe ich diese Scheibe nicht mehr gehört, aber „fire“ und „out of control“ passen zum Vazee Prism und zu dem was ich jetzt noch vorhabe. Mir wäre ja danach mitzusingen, aber den Sauerstoff spare ich mir lieber!

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Die Regenstunden der letzten Tage haben ihre Spuren auch im Gelände hinterlassen und so muss ich durch Matsch bergauf laufen. Das stellt für das Sohlenprofil des Vazee Prism kein Problem dar, all zu gatschig darf es dann jedoch auch nicht werden. Ich komme gut voran und im Lichtkegel der Stirnlampe sehe ich kleines schwarzes Getier in der Wegmitte. Gleich und gleich gesellt sich gern’ – der Feuersalamander inspiziert seinen „großen orangenen Bruder“ ganz genau. Da draußen in der Natur, da fühlt sich auch der Vazee Prism wohl. Mir gefallen die Reflexdetails am Schuh, die auch einen Beitrag zur passiven Sicherheit im Straßenverkehr bei Dunkelheit und schlechter Sicht leisten. Mit dem Vazee Prism wird man so schnell nicht übersehen!

Mittlerweile habe ich ca. 12-13 Kilometer in den Beinen und auch meine Anstrengungen an den Anstiegen haben sich gelohnt, wie die Segmentauswertung von Strava nach dem Datenupload anzeigen wird. In der Liste der CR (Course Records) finde ich mich wieder, wenngleich auch noch „room for improvement“ zum ersten Platz besteht. Solange Du noch Optimierungspotenzial hast ist alles in Butter!!

Der Vazee Prism fühlt sich jetzt richtig gut an und nachdem ich auf meinen letzten Kilometern im Christkindlwald bei Purkersdorf an einer „Laternenallee“ entlang laufe wird klar: Ich habe noch genug Kraft und Energie für ein paar Steigerungsläufe und ich mache das 3:1-Spiel. 3 Laternen vollgas – 1 Laterne regenerativ … und das so lange bis ich den ca. 1 km langen Abschnitt hinter mich gebracht habe. Am Vorderfuß lässt sich der Vazee Prism auch gut laufen – nicht so gut wie ein Modell aus der Racer-Kategorie – aber doch so dass man ziemlich leichtgewichtig über den Boden „fliegen“ kann. Mit dem 3:1-Spiel habe ich mich noch selbst überlistet und ein paar Reserven angezapft – es fühlt sich gut an als es vorbei ist 😉

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Fazit:

Prüfung bestanden! Mit dem Vazee Prism konnte ich gute Trainingsläufe absolvieren. Er ist auffällig im Design, wobei er ein schlankes Äußeres an den Tag legt. Mit seinem Gewicht von 268 Gramm (Größe 42, gemessen von Rob) reiht er sich in seinem Segment im Gewichtsdurchschnitt ein. Die Sohle ist auf der harten Seite angesiedelt. Der Schuh bietet ausreichend Platz auch für weitere/breitere Füße. Ich hatte keine Probleme mit Blasen bzw. Reibstellen.Den Vazee Prism würde ich daher auch für sensible Füsschen empfehlen. Die Größe 42 fällt auch wie eine 42 aus. Mit dem tollen Design und der leuchtorangen Farbe geht man einen Kompromiss, Verschmutzungen betreffend ein. In dieser Farbe sehe ich den Vazee Prism auf der Straße zuhause, da die Reinigung und Entfernung von Gatschspuren eine schwierige ist und Schmutzreste nicht zu vermeiden sind – Donaukanal und Wienfluß statt Wienerwald und Lainzer Tiergarten lautet in dieser Farbkombi das Motto! Wenn ich einen Optimierungsvorschlag hätte, dann wäre es den Fersenhalt zu erhöhen. Den Vazee Prism gibt es ab sofort bei RunInc.

Rob testet für RunInc - DataSheet

Marke:
New Balance123
Modell:
Vazee Prism
Modelljahr:
2016
Farbe:
orange mit grau
Kategorie:
Comfort
Testbeginn:
09.02.2016
Größe:
42
Gewicht gemessen:
268,0 g
Gewicht Hersteller:
280,6 g
Sprengung:
8 mm
 
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