NEW BALANCE 1500V2 – #silenthunteronitsway


Words by Daniel Marik | Blog, Produkt News & Review, Rob testet

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Alfred von RunInc. Kann sich das Lachen nicht verkneifen als ich schon bei der Schuhanprobe meiner Begeisterungsfähigkeit für gute Laufschuhe freien Lauf lasse. Ja, es ist vermutlich ungewöhnlich wenn man wegen ein paar zusammengeschweißter Kunsttoffteile einen Superlativ nach dem Anderen bemüht. Für mich ist es in dem Moment aber angebracht, denn ich bin gerade der festen Überzeugung meinen Wettkampschuh für 2016 gefunden zu haben. Aber zunächst mal langsam und möglichst chronologisch ……..

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Der NEW BALANCE 1500 gelang bereits in seiner ersten Version (bzw. sogar als dessen Prototyp) zu Ruhm, als ihn Sebastian KIENLE im Oktober 2014 bei der IRONMAN Weltmeisterschaft in HAWAII als erster über die Ziellinie trug und sich zum Weltmeister kürte. KIENLE lief in Wettkämpfen davor immer wieder mit einem alten NEW BALANCE Modell, welches er sich angeblich selbst auf ebay um den Gegenwert von ca. 25 Dollar ersteigerte. Die Marketingstrategen von NEW BALANCE trieb dies naturgemäß in den Wahnsinn und so blieb nur mehr über, für und mit Sebastian KIENLE gemeinsam einen Schuh zu entwickeln der auch in den prestigeträchtigsten Wettkämpfen seinen Fuß bekleiden sollte. So also die Mähr zur Genesis des 1500er von NEW BALANCE. Ein Schuh vom Triathleten für Triathleten.

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Der NEW BALANCE 1500V2 wird mich in diesem Jahr auf meiner Reise durch zwei Mitteldistanz- und zwei Langdistanztriathlons begleiten. Das war keine Bauchentscheidung und auch keine einfache Entscheidung, da dies auch bedeutet mit meinem kampferprobten bisherigen Wettkampfschuh zu brechen und neue Pfade zu betreten. So stellte ich in mehreren Testläufen den direkten Vergleich her und die Entscheiung fiel erst dann letztendlich auf den 1500V2.

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Wie ist der Schuh und was bewegte mich zu dieser Entscheidung?

Der 1500 ist zunächst mal optisch ein Kracher. Optik macht noch lange keine Bestzeiten, sie weckt aber in der Vielzahl an Mitwerbern das Interesse und so stach mir dieser Schuh bereits bei der RunInc.-Storeröffnung ins Auge als ich die riesige Auswahl in der RunInc. Schuhwand begutachtete. Von da an geisterte immer wieder der Gedanke in meinem Kopf herum wie dieser Schuh sich wohl am Asphalt anfühlen würde. NEW BALANCE war für mich dann auch als Marke „etwas Anderes“, sieht man diese Schuhe bei uns doch noch nicht so oft. Ich mag „Anders“!

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Und dann war da noch diese Einlegesohle: in dem Moment wo ich diese Worte tippe greife ich mir zwar selber auf den Kopf – aber ja: die Einlage – sie hat alle meine emotionalen Zentren im Hirn, Bauch und Seele erreicht. Ein Bauteil das zur Performance keinen Beitrag leistet, möchte man meinen. Lest mal diesen Sohlentext! Ich sage, dass mich diese Worte einfach motivieren, ein Quäntchen schneller machen und dadurch jedenfalls meine Leistung steigern. Ein Hoch dem kreativen Kopf der sich #SILENTHUNTER unter den Schriftzug „RACING“ zu schreiben getraut hat. Ein Traum! Beim Wechsel vom Rad zum Laufen gibt das dann nochmal das letzte Quäntchen Motivation und erinnert warum man hier ist: „Des is ka Kinderjausn!“

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Der Schuh selbst begeistert durch seine Ausgewogenheit und durch die „richtige Menge Schuh“. Unter den Racing Modellen befindet er sich mit seinen 213 Gramm gewichtsmäßig auf der schwereren Seite. Zugunsten seines Komfortverhaltens nehme ich aber den geringen Gewichtsnachteil zu ähnlichen Modellen seiner Kategorie gern in Kauf. Vor allem im Marathon wird sich das ab Kilometer 30 bezahlt machen.

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Der 1500er weist eine geringe Pronationsstütze auf. Diese ist im Innenschuh im Stand nicht spürbar. In der Laufbewegung kann man jedoch gleich die Stützfunktion im Fußgewölbe bemerken. NEW BALANCE arbeitet hier mit einem eingearbeiteten T-Beam-Stützelement.

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Die Sohle weist guten Grip auf. Durch die Flexikerben und den Mittelkanal bekommt der 1500er ausreichende Flexibilität spendiert ohne dabei „wischiwaschi“ zu werden. So muss das!!

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Was die Mittelsohle anbelangt kommt das RevLite-Konzept zur Anwendung, wie es auch schon beim NEW BALANCE Vazee Prism durch mich getestet wurde. Ich komme damit einfach gut klar und die Dämpfungseigenschaften entsprechen meinen Vorstellungen. Mit 69 Kilogramm Körpergewicht funktioniert das bei diesem Schuh perfekt. Es darf bestimmt auch mehr Gewicht sein!

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Das Obermaterial ist gut atmungsaktiv und umfasst den Fuß sehr kompakt. Das „reinsteigen und wohl fühlen“- Gefühl wird bei den ersten Laufschritten bestätigt und sogar verstärkt. Die Schuhbänder sind von hoher Güte, wurden in meinem Fall jedoch durch Schnellwechselschuhbänder ersetzt. In der Wechselzone müssen die Handgriffe sitzen und es muss schnell gehen.

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Apropos Wechselzone: Ein schnelles Anziehen der Schuhe wird durch eine Schlaufe im Fersenbereich unterstützt. Ein einschlägiges Merkmal von triathlonspezifischen Laufschuhen. Der 1500V2 versteckt sich hier nicht und streckt seine Schlaufe willig entgegen.

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Der 1500V2 sollte sich ohne Socken laufen lassen. Nachdem ich in diesem Kapitel leider furchtbar negative Erfahrungen gemacht habe und nie wieder ohne Socken laufe, hoffe ich auf Nachsicht, dass mir dieses Testkapitel erspart wird. Das Innenmaterial ist jedenfalls für diesen Zweck vorbereitet, wie man im Bereich der Fersenkappe sehen kann.

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Eine schlechte Nachricht gibt es zum 1500V2 jedoch auch zu vernehmen: Die Bestände sind bereits am Limit. Der Schuh ist ein Selbstläufer (tolles Wortspiel). Wer auf den Geschmack gekommen ist muss schnell sein. Der 1500V2 ist nicht mehr in allen Größen erhältlich. Fragt mal bei Lukas von RunInc. nach.

Fazit:

Fazit gibt es noch keines – vorerst nur ein Zwischenbericht: Der SILENTHUNTER hat seine Feuertaufe beim 10jährigen Jubiläum des IRONMAN 70.3 in ST. PÖLTEN bereits bestritten und sich hervorragend unter Wettkampfbedingungen bewährt. Das bedeutet insbesondere, dass er keine Blasen oder Druckstellen hinterlassen hat und somit die reine Konzentration auf die Leistungsabgabe ermöglicht hatte. Gepaart mit den sonstigen positiven Eigenschaften hat er sich auch für die weiteren Rennen empfohlen. Dass der Sieger und Titelverteidiger von St. Pölten, Andreas BÖCHERER, auch im 1500V2  gelaufen ist kann wohl nur Zufall sein 🙂

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The journey continues – nächste Station bei der CHALLENGE ROTH am 17. Juli 2016. ROB und der SILENTHUNTER greifen dann wieder an! Ein weiterer Bericht folgt!

 
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