Mein Freund „Strava“


Words by Daniel Marik | Blog, Hit & Run, Lifestyle

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Strava hier, Strava dort! Strava Running League, Strava Segment Raid, King of the Mountain, WIE BITTE? Fangen wir ganz von vorne an!

Strava ist eine Plattform, die sich als eine Mischung aus Trainingstagebuch und Facebook sieht. GPS-Daten von Läufen (und natürlich auch von allen anderen sportlichen Aktivitäten) werden hochgeladen, mit Freunden (oder selbst festgelegten) Kontakten ausgetauscht, man kommentiert, „liked“ (im Strava-Universum heißt das dann „Kudos geben“) und schielt mehr oder weniger eifersüchtig auf die Zeiten und Routen der anderen. Was Strava allerdings von Anfang an herausragen hat lassen, sind die sogenannten Segmente – damit wird jeder Streckenabschnitt, jede Teilstrecke oder jeder Ansteig potentiell zum Wettbewerb, aber dazu gleich mehr!

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Tracking

Die Kernfunktion war von Beginn an das Tracking. Viele von uns haben mittlerweile einen GPS-Empfänger bei sich (entweder als Pod um den Arm oder – noch einfacher – integriert in unserer Uhr) und zeichnen damit unsere Aktivitäten auf. Daten sammeln ist allerdings nur die eine Seite der Medaille, wozu Daten sammeln, wenn man sie nicht entsprechend speichern und vor allem verarbeiten und analysieren kann. In einer schicken Aufmachung sieht man auf der Strava-Plattform die gelaufene Strecke auf einer Karte dargestellt, sämtliche aufgezeichneten Parameter wie Herzfrequenz, Schrittzahl, Höhenmeter, Geschwindigkeit und Kilometerzeit sowie Durchgangszeiten.

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Wer außerdem wissen möchte, wann der nächste Besuch im Runinc.-Store ansteht, weil der Schuh das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat, kann seine Ausrüstungsgegenstände im Profil hinterlegen und bekommt einen praktischen Kilometerstand der Schuhe angezeigt.

Hochladen ist einfach, Strava unterstützt so gut wie alle am Markt befindlichen Geräte, über Umwege wie beispielsweise Garmin Connect kann man auch automatische Weiterleitungen aktivieren – dann werden die Aktivitäten automatisch an Strava weitergeleitet. Alternativ kann man auch die Smartphone-App von Strava benützen, um seine Läufe aufzuzeichnen.

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Segmente

Habt ihr eure Aktivität hochgeladen, wird Strava auf eurer Strecke nach sogenannten Segmenten suchen – diese sind das Salz in der Strava-Suppe! Jedesmal wenn ihr ein Segment durchläuft, wird eure Zeit in einer Gesamt-Bestenliste eingetragen. Und ihr könnt euch vorstellen, dass die ganze Welt voll von Segmenten ist! Auf der Hauptallee gibt es von jedem Pfosten bis zur nächsten Kreuzung einen derartigen Abschnitt, Donaukanal von Urania bis Flex – Segment!, Schönbrunn-Zick-Zack zur Gloriette – Segment! Ihr seht also, das Ganze wird zu einem laufenden Wettbewerb! Man kann diese Segmente und die damit verbundenen Wertungen links liegen lassen und einfach sein Ding durchziehen, ab und zu kann es aber reizvoll sein, sich den nächsten in der Liste oder einen Bekannten vorzunehmen und zu überholen! Jeder und Jede kann Segmente anlegen, ihr könnt auch aus eurer Hausrunde ein Segment machen und schauen, wer dort die Hosen anhat. Die Bestenlisten können sortiert werden nach Alter, Gewicht, ob der- oder diejenige ein Kontakt von euch ist, Nationalität, und und und. Für Motivation ist so immer wieder gesorgt!

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Training

Mit Strava hat man einen guten Überblick über seine einzelnen Aktivitäten und damit ein hübsches Online-Trainingstagebuch – vorbei mit Excellisten und handgeschriebenen Zetteln, die beim einen oder anderen vielleicht noch herumliegen. In einer Kalenderübersicht hat man alles gesammelt im Blick und kann schnell zur einzelnen Aktivität springen (wie ihr seht, war ich in letzter Zeit etwas lauf-faul 😉 ):

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Wer weiter in die Trainingsmaterie vordringen will, findet neben den unterschiedlichen Analysetools anhand von Herzfreuquenz und dergleichen auch von Strava errechnete Fitness- und Konditionskurven, die Aufschluss darüber geben, wie gut man gerade in Form ist bzw. ob man in den nächsten Tagen Vollgas geben kann oder lieber mal die Beine hochlagern sollte. Trainingspläne für verschiedene Bewerbe runden das Angebot in diesem Bereich ab.

Interaktion

Strava nimmt also eure Aktivitäten auf, speichert sie für euch in einem übersichtlichen Format und lässt euch eine ganze Menge an Auswertungen machen. Dieses Trainingstagebuch könnt ihr natürlich auch nur für euch auf Strava führen, ihr müsst keinem anderen Einblick gewähren! Richtig lustig und spannend wird es aber, wenn ihr mit euren Freundinnen und Mitläufern verbunden seid. Ihr seht dann auf eurer Startseite die Aktivitäten eurer Kontakte, seht wo sie waren, ihr Tempo, ihre Routen und könnt ihnen zu den erbrachten Leistungen gratulieren – umgekehrt werdet ihr natürlich auch von anderen Anfeuerungsrufe und aufbauende Kommentare bekommen! Tauscht euch mit anderen über Strecken, Ausrüstung und Training aus und lasst euch von den Läufen inspirieren – meiner Meinung nach einer der größten positiven Effekte von Strava!

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Ihr werdet zahlreiche Freunde auf Strava finden, solche, die ihr schon kennt und solche die ihr erst kennenlernen werdet. Ich persönlich habe unzählige Gleichgesinnte gefunden, entweder weil wir ähnliche Strecken laufen, weil wir ähnliche Interessen haben oder wir in den gleichen Clubs vertreten sind. Zuerst sind es vielleicht nur „gesichtslose“ Profile auf Strava, aber wenn man einander mal persönlich getroffen hat, entstehen daraus auch schon mal tolle (reale) Freundschaften!

Und wenn wir schon von Clubs sprechen… Strava bietet die Möglichkeit, sich zu einer Gruppe zusammenzuschließen und die Funktionen der Plattform noch einmal individueller zu nützen. Schaut euch dazu einfach mal den Runinc-Club auf Strava an! Jeder der hier beitritt, ist Teil der Runinc-Community, wird in den zahlreichen Bestenlisten des Clubs geführt und sieht, was die anderen Mitglieder der Runinc-Familie so treiben. Und die im Sommer veranstaltete Runinc Strava-League basierte auf den im Strava-Club getrackten Aktivitäten, auch dafür sind entsprechende Möglichkeiten vorhanden. Zusätzlich findet ihr auch noch alle relevanten Events und Läufe und vor allem GEWINNSPIELE auf Strava! Immer wieder kann es passieren, dass ihr ein bestimmtes Strava-Segment möglichst schnell absolvieren müsst, um bei einem Runinc-Gewinnspiel mitzumachen 🙂

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Eine Besonderheit werden wir am 2. Dezember erleben, da kommt Strava nach Wien für einen „Segment Raid“. Dabei habt ihr die Möglichkeit, gegen einen Profi – in unserem Fall den großartigen Valentin Pfeil – anzutreten und zwar auf einem der beliebtesten Strava-Segmente Wiens am Donaukanal. Lasst euch das nicht entgehen, es wird äußerst spannend werden, wie nahe wir an Valentin herankommen! Den Link zur Veranstaltung findet ihr natürlich auf der Runinc-Homepage!

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Planung

Der zweite große Vorteil von Strava ist die Möglichkeit, Routen zu erstellen. Wer am Liebsten die Prater Hauptallee auf und ab läuft oder seine Hausstrecken nicht verlassen möchte, wird diese Funktion nicht benötigen. Wer jedoch mal etwas Neues ausprobieren möchte, längere Routen plant oder sich an unbekannte Orte begibt, der kann von der Routenplanung enorm profitieren. Einfach auf der Karte den Startpunkt anklicken, Wegpunkte setzen und schon wächst die Route. Distanz und Höhenmeter sind dabei immer eingeblendet, die Kartenansicht kann auf „Satellit“ oder „Höhenkarte“ umgestellt werden, falls man spezifischere Ansichten bevorzugt. Die Kirsche auf der Torte sind allerdings die sogenannten „Heatmaps“ – dabei nimmt Strava die hochgeladenen Aktivitäten ALLER User und macht daraus eine Karte, auf der ersichtlich wird, wo wir am liebsten laufen! Ideal, wenn man sich nicht so gut auskennt oder sich von anderen inspirieren lassen will!

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Geheimnisse?

Berechtigterweise muss an dieser Stelle auch auf Themen wir Datenschutz und Privatsphäre hingewiesen werden. Letztendlich ist jeder selbst dafür verantwortlich, wieviel Daten er oder sie preisgibt. Das beginnt beim Namen (hier haben viele auf Strava auch nur Kürzel), dem Wohnort (nicht straßengenau!), welche Schuhe er läuft, wie seine Herzfrequenzzonen sind, wie er aussieht (Fotos?) und vieles mehr. Zwei Dinge sind hier hervorzuheben, die Strava anbietet, um derartigen Bedenken zu entgegnen: 1. Ihr könnt jede Aktivität auch als „privat“ kategorisieren, damit ist sie nur für euch sichtbar – das wäre dann das private Trainingstagebuch. Ihr werdet dann nicht in Segmenten und Ranglisten geführt, könnt aber für euch nach wie vor die Vorteile der Plattform nützen. 2. Ihr könnt rund um euren Wohnort eine „private Zone“ einrichten. Damit endet der GPS-Track, den andere von euren Aktivitäten auf der Karte sehen, einige Meter vor eurem Haus oder eurer Wohnung – ihr könnt hier selbst einen Radius um euren Wohnort festlegen.

Fazit

Strava bietet zahlreiche und vielseitige Möglichkeiten, eure Laufaktivitäten aufzuzeichnen, zu speichern, zu verarbeiten, zu analysieren und mit Freunden zu teilen. Ihr könnt euch von anderen anfeuern und inspirieren lassen. Die Clubfunktionen bieten euch die Möglichkeit, euch mit Gleichgesinnten zu organisieren und euch miteinander zu messen. Wir freuen uns darauf, euch im Runinc.-Club auf Strava zu begrüßen!

www.strava.com/clubs/runinc

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