Wer ist Vongo? Come in and find out!


Words by Daniel Marik | Blog, Produkt News & Review, Rob testet

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VONGO??? Sei‘s wie’s sei: Nicht mal das allwissende Internet kann zum Begriff „Vongo“ Auskunft geben. Feststellen lässt sich jedenfalls, dass NEW BALANCE die Schuhbezeichnungen zunehmend von Ziffern zu Namen umstellt. Wem immer dieser Name eingefallen ist – Ich bekomme unweigerlich Hunger dabei und die Gedanken an Spaghetti Vongole wecken Sehnsucht nach einem Trainingslager bei unseren italienischen Nachbarn. Dafür ist aber momentan keine Zeit verfügbar: Der brandneue Stabilitätsschuh von NEW BALANCE – der Vongo – will getestet werden.

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Der NEW BALANCE Vongo mit Fresh Foam Sohle lacht mir aus seiner Schachtel entgegen und auch meine Frau stellt fest, dass er optisch einfach nur toll aussieht. Die Designabteilung ist jedenfalls sehr kreativ und produktiv und NEW BALANCE legt auch in Designfragen im Laufschuhsektor die Latte hoch. In der Farbkombination „Black with Blue & Impulse“ lässt sich jedenfalls sofort die kompromisslose farbliche Eingliederung in die aktuelle Bekleidungskollektion bemerken. Es finden sich das blau und orange wieder sodass man auch mit dem Vongo  ein „aus-einem-Guss-NEWBALANCE-Outfit“  im absoluten Profi Style herstellen kann. Nicht unwichtig – wie ich meine, spielt Optik doch immer eine Rolle und gibt es doch gar kein Argument für hässliche Laufschuhe. Die aktuellen Designs sind jedenfalls bemerkenswert „schoarf“ und es darf davon ausgegangen werden das NEW BALANCE diesen Ansatz weiter verfolgen wird.

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Der Vongo ist der erste gestützte Schuh in der Fresh Foam Serie. Für mich ist das insoferne auch von Interesse, als dass er sich mit dadurch mit dem ebenfalls gestützten NEW BALANCE Vazee Prism vergleichen lässt (http://www.runinc.at/2016/02/14/test/). Die zusätzliche Stütze wird hierbei durch eine Erhöhung der Mittelsohle im Fußgewölbe erreicht und es wird auf ein zusätzliches mediales Stützelement verzichtet. Ein neutrales Modell der Fresh Foam Serie wurde mit dem NEW BALANCE 1080 bereits getestet und dort auch die zugrundeliegende Wabentechnologie erläutert (http://www.runinc.at/2016/03/02/new-balanced-with-the-wild-pigs/). Deutlich ist auf meinen  Fotos zu erkennen, wie sich die Wabenstruktur im Sohlenaußenbereich vom Sohleninnenbereich unterscheidet. Durch höhere Dichte wird im Innenbereich die Stützung erzielt ohne dabei an Gewicht zuzulegen. Für mich steht nach dem zweiten Test eines Fresh Foam Schuhes fest, dass es sich in dieser Serie in der Tat um „weiche und stark gedämpfte“  Schuhe handelt. Die Pronationsstütze des Vongo ist hierbei jedoch sehr stark spürbar und somit empfiehlt sich der Schuh besonders für Überpronierer.

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Gänzlich neu im Sohlenaufbau sieht man sofort die Kerbe, welche die Sohle längs der Mitte teilt. Überpronierer (Einwärtskanter des Fußes) finden mit dem Vongo einen exzellenten Trainingsschuh, der durch diese Kerbe noch zusätzlich Rücksicht auf natürliche Fehlstellungen und dadurch erfolgende Anpassung während jedes Schrittes, nehmen kann. Die zweiteilige Außensohle hat einen weichen schwarzen Teil zur Unterstützung des Abrollverhaltens und einen härteren orangen Teil zur Unterstützung des Vortriebes. Man kann diese Unterschiede auch mit bloßen Fingern erfühlen.

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Wie läuft er sich nun, der Vongo? Das wird gleich mal im Zuge eines kleinen Familienausfluges nach Kärnten geprüft. Bei einer rund 26 Kilometer langen Grundlagenrunde um den Ossiacher See bei Villach wird der Vongo in einem ersten Durchgang auf Herz und Nieren geprüft. Immer mit an Board: Aufzeichnung über STRAVA. Aufgrund der Länge der Trainingseinheit weist mir STRAVA sogar einen extremen Sufferscore aus: wieder ein Schritt in die richtige Richtung getan und einen langen Lauf auf der To-Do Liste abgehakt. Der Vongo hat heute, zum Zeitpunkt meiner schriftlichen Berichterstattung bereits 76,4 Kilometer auf den Sohlen.

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Natürlich könnte dieses Unternehmen, eine Seeumrundung mit neuen Schuhen anzugehen, gewaltig in die Hose gehen und ich im schlechtesten Falle bei der Hälfte mit furchtbaren Blasen an den Fersen vom Laufen zum Gehen und wenig später dann zum Kriechen übergehen – aber was solls – Risiko ist mein zweiter Vorname 😉 Das Ergebnbis in dieser Hinsicht sei vorweg genommen: Ich habe mein Ziel laufend erreicht und konnte einen guten Eindruck vom Vongo erlangen.

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Viel mehr noch hat mich der Schuh bei relativ gleichmäßigem Tempo gut unterstützt und auf dem welligen Kurs gut über die Runde gebracht. Nach dem 10minütigen Einlaufen streute ich noch etwas Tempoarbeit in der Form von 20 mal 200m ein bevor ich die restliche Distanz in Grundlagentempo zurücklegte. Es war ein traumhafter Tag und die Sonnenstrahlen taten in diesem wettermäßig eher bescheidenen Frühling nicht nur auf der Haut, sondern auch auf der Seele gut!

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Entscheidend ist bei einem Schuhtest immer den ersten Eindruck nach den ersten Schritten gut zu dokumentieren oder im Geiste abzuspeichern. Ich habe mir zur Angewohnheit gemacht diese Gedanken gleich während des Laufes meinem Mobiltelefon zu diktieren und das hat sich bewährt: „Weich und flexibel – weicher als der Vazee Prism – deutlich spürbare Pronationsstütze bis in den Bereich der großen Zehe hin – angenehmes Tragegefühl – komfortabel – kein Racing-Schuh“, sind die Worte und Attribute die ich während des Laufes zu Protokoll gebe. Das deckt sich auch mit der Positionierung des Vongo, wie sie auf der Website von NEW BALANCE zu erfahren ist.

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Der Vongo ist dadurch als Trainingsschuh für Überpronierer und auch jene Läufer gedacht, die auf langen Distanzen gerne etwas Stütze verspüren, vor allem dann wenn die Körperstatik etwas nachlässt. Das Obermaterial besteht aus einem leichten Mesh. Auch hier sind zur Stabilisierung Overlays in einem Thermoverfahren aufgebracht. Zunge und Schuhbänder sowie die Gesamtkonstruktion weisen keine Außergewöhnlichkeiten oder erwähnenswerte Besonderheiten auf.

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Was das Gewicht anbelangt, ist der Vongo um 13 Gramm schwerer als der Vazee Prism was in der Aufwärtstendenz jedenfalls auch den „gemütlichen/gemütlicheren“ Charakter unterstreicht. Der Vongo zählt aber damit noch immer nicht zu den Schwergewichten in seinem Segment. Die Sprengung von nur 4mm unterscheidet den Vongo vom Prism mit 8mm. Es bleibt somit eine Frage der Vorliebe und des Geschmackes für welchen der beiden gestützten NEW BALANCE Schuhe man sich entscheiden will. Wie auch immer ist natürlich die feinste Variante beide Modelle im Schuhschrank zu haben und damit je nach geplanter Trainingsintensität das bestgeeignete Modell auswählen zu können.

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FAZIT:

Der NEW BALANCE Vongo ist ein gestützter, weicher und gut gedämpfter Schuh, vor allem für Überpronierer zu empfehlen. Sein modernes Erscheinungsbild passt hervorragend zur NEW BALANCE Bekleidungskollektion. Die von mir getestete Größe 42 entspricht auch einer 42. Der Vongo machte im Test einen sehr komfortablen und unkomplizierten Eindruck. Im direkten Vergleich mit dem NEW BALANCE Vazee Prism zeigt er sich klar auf der gutmütigeren Seite, was sich in Dämpfung, Flexibilität und Gewicht widerspiegelt. Als Trainingsschuh ist der Vongo sehr gut geeignet. Insgesamt weht mit NEW BALANCE trotz deren langer Tradition ein extrem angenehmer und frischer Wind im Laufsportsektor. Ich bleibe hier jedenfalls gerne am Ball. Den NEW BALANCE Vongo gibt es ab sofort bei RunInc.

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