Racing 01 – SAUCONYS Fastwitch im Test


Words by Daniel Marik | Blog, Produkt News & Review, Rob testet

RACING – wenn ich diesen Schriftzug lese, dann wirds bei mir warm ums Herz. Dann werden immer besonders positive Gefühle geweckt, manchmal auch gepaart mit ein bisschen gesunder Nervosität. SAUCONY legt den Fastwitch neu auf und hat wesentlich an den richtigen Stellschrauben gedreht. Optisch ist der neue Fastwitch seinen Vorgängern sehr ähnlich. Die Farbkombination sticht jedenfalls hervor und trägt auch dem Sicherheitsgedanken Rechnung.

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Hat für die Läufer (zu denen ich mich auch zähle :-)) die Frühjahrssaison bereits ein Ende gefunden, geht es für die Triathleten jetzt los, auch wenn die Gewässer in unseren Gefielden derzeit nicht über 16 Grad hinauskommen. Unter Berücksichtigung dieses Gesichtspunktes ist auch der Test des SAUCONY Fastwitch 7 zu sehen: Es handelt sich mittlerweile um einen  Klassiker, der vor allem im Triathlon große Verbreitung gefunden hat. Nicht umsonst wie sich herausstellt, weist er doch einige triathlonspezifische Extras auf.
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Es gilt in der Rennkategorie immer das richtige Verhältnis aus Leichtbau, Komfort, Stabilität und Passform zu finden und in so manchem Fall soll auch noch eine Marathondistanz bewältigt werden können. Zuguterletzt soll das auch noch ohne Kompromisse und ohne (in der Kategorie verschuldete) Auswirkungen auf den letzten Wettkampfkilometern zu bemerken, erfolgen. SAUCONY hatte da beim Vorgängermodell im Teilbereich des Leichtbaues etwas übertrieben. Vielfach wurde über zu hohen Materialverschleiß im Mesh des Aussenrist geklagt. Auch ich war Opfer des Gewichtsparens und so sah mein Wettkampfschuh nach wenigen Wettkämpfen wie am nächsten Foto aus. Die gute Nachricht: SAUCONY hat hier nachgebessert und lässt sich auf keine Experimente mehr ein. SAUCONY hat wesentlich stabileres Material eingesetzt und der Fastwitch wirkt wesentlich ausgereifter, haltbarer und insgesamt stabiler. Daumen hoch für Menschen und Marken die dazulernen und in einer steten Verbesserung ihre Verpflichtung sehen.
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Im Filter der in Frage kommenden Modelle aller Wettkampfmodelle hat sich der Fastwitch aufgrund seiner Eigenschaften als Gesamtpaket weiterhin empfohlen. Triathlonwettkämpfe unterscheiden sich vor allem in der Tageszeit und den damit verbundenen Temperaturen bei welchen die Laufschuhe zum Einsatz kommen. Ein Marathon im April um 0900 Uhr vormittags im Massenstart hat mit einem Marathon im Juli um 1300 Uhr mittags als Einzelkämpfer genau betrachtet nur wenig gemein. Diesem Umstand soll auch das Material möglichst spezifisch Rechnung tragen.
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Das Obermaterial wird durch Flexifilm verstärkt und in Form gehalten. Die Atmungsaktivität ist sehr gut. In Veränderung zum Vorjahresmodell hat SAUCONY die Sohle komplett von Plastik befreit und mit dem Powertrac-Außensohlenmaterial für besonderen Grip gesorgt. Dadurch wird das Einsatzspektrum des Fastwitch, verschiedene Untergründe betreffend, erweitert. Nicht zu unterschätzen soll hierbei dann auch der Feuchtigkeitsabtransport sein, der nicht nur alleine durch das Schwitzen verursacht wird. Zur Kühlung des Gesamtorganismus findet auch Wasser an den Labestationen den Weg über den Kopf bis in die Schuhe, weshalb auch „Abflussöffnungen“ wichtig sind.
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Bevor jedoch an den ersten Wettkampf gedacht werden kann, heißt es noch zu trainieren. Die Gelegenheit beim Schopf gepackt, hat mich der SAUCONY Fastwitch in der 2016er-Version bereits im April auf ein Trainingslager auf die Balearen begleitet. Dort konnte bei vielen kurzen Laufeinheiten auch die Tempoqualität des Fastwitch geprüft werden.
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Das Laufverhalten ist – und das bedeutet große Freude für mich – zum Vorjahresmodell unverändert geblieben. Weiterhin besticht der Fastwitch durch geringes Gewicht, eine flexible aber nicht weichgespülte Sohle und sehr direkte Rückmeldung. Vor allem der letzte Aspekt ermöglicht es mit fortgeschrittener Wettkampfdistanz selbst einmal den Fußaufsatz im Sinne einer sauberen Technik zu hinterfragen und notwendigenfalls nachzukorrigieren – soweit es die Konzentration noch zulässt. Der Fastwitch ermöglicht jedenfalls exakt zu erfühlen in welchen Bereichen man die Sohle aufsetzt und Abdruck ausübt.
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Der Schuh ist leicht gestützt, wobei die Pronationsstütze nicht sehr stark ausgeprägt ist und der Fastwitch dadurch auch für Neutralschuhläufer zu empfehlen ist. Wem der Fastwitch noch immer zu „weichgelutscht“ ist, gilt es den SAUCONY Type A ans Herz zu legen. Bis 10km oder in schnellen Trainingseinheiten geht der Type A auch für mich, darüberhinaus möchte ich doch ein „bisschen mehr Schuh“ am Fuß haben.
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Mit einer Sprengung von 4mm sollte der geneigte Käufer schon wissen worauf er sich einlässt. In Kombination mit der doch kompromisslosen Sohlengestaltung in Punkto Direktheit und Härte ist die angesprochene Klientel nicht mehr bei Anfängern und Einsteigern zu suchen. Der Fastwitch folgt Niki Laudas Motto: Er hat nichts zu verschenken!
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Fazit:

Der SAUCONY Fastwitch in der 2016er Version weist in der Verarbeitungsqualität und Materialwahl wesentliche Verbesserungen zum Vorgänger auf. Der Schuh – mittlerweile ein Triathlonklassiker auf allen Distanzen – weist spezifische Lüftungs- und Abflussfeatures für jene Rennen auf, die bei hohen Temperaturen statt finden. Der Schuh läuft sich sehr direkt und gibt sehr gute Rückmeldung. Der Fastwitch ist kein Schuh, der Laufanfängern zu empfehlen ist. Es ist für die meisten Läufer  anzuraten die Laufumfänge mit dem Fastwitch progressiv zu steigern um auch Gnade für die Wade walten zu lassen. Ein Schuh der Eingewöhnung benötigt.

Den neuen Fastwitch gibt es ab sofort bei RunInc.

 
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