Last minute zur Premiere


Words by Natascha Marakovits | Blog, Lifestyle, RunNa

Schade, passt wieder nicht in meinen Laufterminkalender. Bereits im vergangenen Herbst, als feststand, dass ich ein zweites Mal beim Berlin-Marathon an den Start gehen werde, ist mir eingefallen: Wachau-Marathon – das wird leider wieder nix mit uns beiden. Denn eine Woche vor dem Saisonhighlight Wettkampfluft zu schnuppern, macht nicht viel Sinn. Dachte ich. Und somit war das Thema gegessen. Dachte ich. Bis vergangene Woche.

Beim Checken was denn trainingsmäßig noch so ansteht vor dem großen Tag – dem 25. September in Berlin – dann plötzlich das Aha-Erlebnis: Hm, 22 Kilometer stehen am Plan. Die ersten 10 easy und dann steigernd bis übers geplante Marathontempo. Wird hart, dachte ich erst und dann: Hey, Distanz kommt hin und nachdem es nicht nur im easy-going-slow-Modus sein soll, auch in Sachen Pace: passt! WACHAUmarathon ich komme doch noch! Zumindest für den halben.

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Als Kopfmensch war ich zuerst doch noch ein klein wenig skeptisch. Ließ mir alles gefühlte fünfzig Mal durch den Kopf gehen: Soll ich, soll ich nicht. Dann: es muss vielleicht so sein, denn das hatte ich ja heuer schon erlebt. Genau eine Woche vor dem Hamburg-Marathon im April fand nämlich der Vienna City Marathon statt. Schlechtes Timing dachte ich mir auch damals, aber ich war bereits angemeldet. Und auch damals stand am Tag des VCM ein letzter, steigernder, langer Lauf auf dem Plan. Weil ich schlecht zuschauen kann, wenn die halbe City beinahe an der eigenen Haustür vorbeiläuft, hab ich den VCM-Halbmarathon schließlich als Trainingslauf genutzt. Wettkampf-Feeling inklusive, nur eben bei der Pace auf der Bremse statt Vollgas. Die Endzeit war mir an diesem Tag egal. Es ging ums Dabeisein und weil ein flotter Trainingslauf in der Masse einfach mehr Spaß macht, als alleine auf der Donauinsel oder sonst wo. Einzige Bedingung: immer brav zurückhalten, nur ja nicht übertreiben, keinesfalls an die Grenze gehen, Reserven aufheben. Mit Vorsicht und Genuss, war die Devise. Das war es dann schließlich auch – ein perfekter Trainingslauf.

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Genauso soll es nun kommenden Sonntag auch werden. Sei Tempomacherin, Wadlmeisterin, Dauerrennerin oder Genussläuferin, lautet das diesjährige Motto des Wachau-Marathons.

Also für jeden etwas dabei. Das Tempo machen überlass ich den anderen, Wadlmeisterin bin ich auch keine, Dauerrennerin kommt gut hin, aber am kommenden Sonntag definitiv die Genussläuferin. Ich bin bereits im Premierenfieber, denn ich liebe die Wachau. Bisher nur abseits des Laufens – zum Radfahren und Wein trinken und für ihre berühmten Marillen in allen süßen Variationen. Das soll sich nun ändern. Ich freue mich: auf einen letzten, langen Trainingslauf in einer der schönsten Gegenden Österreichs. Und aufs Wettkampfluftschnuppern, denn eine Woche später ist es dann soweit: Berlin, Berlin, ich laufe in Berlin! Und ein bisschen Aberglaube spielt auch mit: es wird der dritte Halbe in diesem Jahr, vor meinem dritten Marathon. Alle guten Dinge sind drei, wie es so schön heißt. Demnach kann es ja nur gut laufen!

Vielleicht geht es ja noch jemanden so wie mir, der haderte, ob mitlaufen ja oder nein. Eine letzte Chance gibt es noch: am Donnerstag haben Spätentschlossene noch in Wien die Möglichkeit, sich anzumelden. Am Samstag auch noch in Krems. Alle Infos: www.wachaumarathon.com 

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